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So rot ist es gar nicht

Die Legende besagt, Bremen sei immer eine Spielwiese linker Kräfte gewesen

Die Abgeordneten der »Bremer Grünen Liste« wurden anfangs belächelt und von der CDU-Fraktion, die vom heutigen Kulturstaatsminister Bernd Neumann geführt wurde, teilweise wüst beschimpft.

Nicht rot, aber militant: Proteste gegen die Rekrutenvereidigung 1980 im Weserstadion

Eigentlich ist Karl-Ludwig Sommer ein ruhiger Mensch. Der Politikwissenschaftler und Autor mehrerer Bücher und Aufsätze über die Parteienpolitik in der Bremer Nachkriegszeit regt sich nur dann auf, wenn jemand von Bremen als einem Experimentierfeld für grüne und linke Politik spricht. »Das war es überhaupt nicht«, sagt Sommer.

Bremen, ein von den »Roten«, sprich der SPD, von 1945 bis heute regiertes Land. Dann die neue Universität: eine »rote Kaderschmiede«. Und bitte nicht zu vergessen die »linke« Bremer Bildungspolitik und Radio Bremen. Der kleinste ARD-Sender hatte sich wegen seiner Experimentierfreude im Fernsehen den Beinamen »Radio Hanoi« eingefangen. Und am 6. Mai 1980 kam es zu Ausschreitungen bei den Protesten gegen die öffentliche Vereidigung von Bundeswehrrekruten. Dieses Ereignis gilt gemeinhin als Geburtsstunde der autonomen Bewegung.

Der Ruf der roten Stadt hat sich bis heute in bürgerlichen Kreisen quer durch die...


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