Backen kleiner Brötchen

Landtagswahl Bremen: Schulkonsens verhindert streitbaren Wahlkampf

  • Von Lena Tietgen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im Konsens mit der CDU beschloss 2009 die Bremer rot-grüne Regierung das zweigliedrige Schulsystem, bestehend aus einer vierjährigen Grundschule, auf die Gymnasium oder Oberschule folgt. Es wurde ein »Stillhalteabkommen« über zehn Jahre geschlossen, wodurch bis 2019 die jeweiligen Regierungsparteien in ihren Reformvorhaben an die Zweigliedrigkeit gebunden sind. Ein streitbarer Wahlkampf wurde dadurch verhindert. Einzig die Linkspartei rüttelt am Schulkonsens.

Linkspartei: Klasse Schule statt Klassenschule

Die Linkspartei kann ohne Gesichtsverlust das volle Glas fordern. Entsprechend ist ihr Programm formuliert. Sie will eine »demokratische Schule für alle«, in der gemäß ihres »emanzipatorischen Selbstverständnisses Planung und Einrichtung des gesamten Schullebens in einem demokratischen Prozess durch alle Beteiligten vor Ort« gewährleistet wird. Diese »aktive Teilhabe an der gesellschaftlichen Entwicklung« fordert sie auch für die frühkindliche Bildung als »selbstverständliche soziale Verhaltensnorm«. Mit ihrem Motto »Klasse Schule statt Klassenschule« verbindet sie »projektorientiertes, selbstbestimmtes ohne Notendruck und Sitzenbleiben«. Bis zu deren Verwirklichung setzt sich die Linkspartei für ein »wohnortnahes Schulangebot« ein, in dem die »Oberschulen kleinere Klassen und eine pädagogische Zweitkraft« erhalten, denn auf diesen »lastet der Integrationsauftrag allein«. Ferner spricht ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.