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Gelungenes Radrennen bei Kaiserwetter

15 000 Radfahrer starteten beim Berliner Velothon, darunter glänzten die 46 Fahrer der ND-Mannschaft

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 4 Min.
46 ND-Fahrer: Anke Speth jubelt im Ziel über Rang 12
46 ND-Fahrer: Anke Speth jubelt im Ziel über Rang 12

Egal, ob nun mehr die Gesäßmuskeln, die Waden oder die Oberschenkel schmerzten, bei einer Frage waren sich alle einig: Der 4. Berliner Velothon war der bisher schönste. Strahlend blauer Himmel und Temperaturen bis zu 26 Grad lockten am Sonntag knapp 300 000 Zuschauer an die Strecke und rund 15 000 Radfahrer auf den Berliner Asphalt. Mittendrin das ND mit einem Team von 46 Fahrern – sowohl im bunten Peloton mit den markant türkisfarbenen Trikots als auch im Start- und Zielbereich auf der Straße des 17. Juni nicht zu übersehen. Dort, am Treffpunkt, wehte neben dem Teamfahrzeug die ND-Fahne.

Die Ersten trudelten um halb sieben ein, die Vorfreude auf das zweitgrößte Jedermann-Radrennen Europas war allen anzusehen. Als dann um 7:50 Uhr der Startschuss für die 60 Kilometer fiel, machten sich 28 ND-Fahrer auf den überwiegend flachen Kurs vom Brandenburger Tor über Spandau, den Grunewald, Steglitz, Neukölln wieder nach Mitte. Wie Ralf Knappe ging es dabei den meisten: »Der Streckenabschnitt an der Havelchaussee war eindeutig der schönste.«

Genau in diesem Teil setzte sich Moritz Schaffner ab. Nach 40 Kilometern Alleinfahrt siegte der 1993 geborene Junior vom RSV Irschenberg in neuer Streckenrekordzeit von 1:27:46 Stunden. Gut zehn Minuten später rollte mit Kunibert Kraski der erste ND-Fahrer über die Ziellinie und hatte während der Fahrt »nie Probleme«. Für das beste Ergebnis der Türkisfarbenen sorgte die einzige Frau im Team. Anke Speth kam als Zwölfte mit einer Zeit von 1:42:07 ins Ziel, in ihrer Altersklasse belegte sie sogar den zweiten Platz. Na klar, sie war »richtig glücklich« und ist selbst »noch nie so schnell Rad gefahren«. Kein Wunder, es war ihr erster Velothon auf einer Rennmaschine, davor war sie mit einem Fitnessrad unterwegs.

Dass die 47-Jährige aus Eggersdorf am Ende dennoch ein wenig enttäuscht war, lag an einer Neuerung. Bei der vierten Auflage gab es erstmals ein Profirennen. An sich keine schlechte Idee und für Freizeitfahrer sicherlich ein Erlebnis, nach überstandenen Strapazen den Vorbildern auf derselben Strecke zuzuschauen. Dafür aber auf die Siegerehrung für die Jedermann-Rennen zu verzichten, fand nicht nur Frau Speth »sehr schade«. Auch wenn »die Organisation super war«, wie ND-Fahrer Björn Friedrich von der Strecke berichtete – insgesamt sicherten 1700 Streckenposten den Rundkurs – und Tausende rund um das Brandenburger Tor erlebten, das Treppchen für die Freizeitradler sollte im nächsten Jahr wieder bereit stehen. Wie die Profis, die als letzte gestartet sind, fiel im zweiten Jedermann-Rennen der Startschuss um halb zehn für die 120 Kilometer. »Die Strecke ist fantastisch«, war ND-Fahrer Ronny König trotz der Anstrengungen begeistert. Bis ins brandenburgische Ludwigsfelde führte der Kurs. Ohrenbetäubend war der Lärm dann wieder auf der Zielgeraden als der Berliner Jörn Reuß aus einer rund 200-köpfigen Spitzengruppe den Massensprint gewann. Nur acht Sekunden später erreichte der 62-jährige Reinhard Runge die Linie – im ND-Trikot! Als um 14 Uhr Sven Kurzhauer nur wenig später als ND-Sportredakteur Oliver Händler eintraf, hatten alle Türkisfarbenen das Ziel gesund erreicht.

Trotz aller Freude, »die Gefahr fährt immer mit«, weiß ND-Fahrer Thomas Hey. Auch in diesem Jahr gab es wieder einige Unfälle, wie den Massensturz beim 60er auf der Zielgeraden. Doch auch die leicht Verletzten bewiesen Sportsgeist und schoben ihre Räder die letzten 300 Meter bis ins Ziel. So spricht Heinrich Dachner sicher für alle: »Bis zum nächsten Jahr.«


Ergebnisse:

Jedermann-Rennen

60 Kilometer, Einzel, Männer


1. Schaffner, Moritz 1:27:45
2. Jäger, Christian 1:28,35
3. Lamczyk, Christian 1:28:44
4. Otto, Werner 1:28:47
5. Stecher, Uwe 1:30:23

FahrerInnen »Neues Deutschland«

12. Speth, Anke1:42:07
240. Kraski, Kunibert 1:38:51
271. Zidek, Leon 1:39:05
313. Hey, Thomas 1:39:12
708. Kohn, Leander 1:43:47
747. Jaster, Hartmut 1:43:44
605. Kunert, Ralf 1:42:39
652. Rothe, Andre 1:42:54
1080. Theiler, Bernd 1:46:36
1130. Dachner ,Heinrich 1:47:01
1212. Karge, Reinhard 1:47:42
1257. Pösel, Stefan 1:48:07
1430. Schramm, Philipp 1:49:15
1660. Montwill, Frank 1:50:51
2187. Büttner, Martin 1:54:45
2563. Händler, Sascha 1:57:56
2564. Mempel, Gordon 1:57:56
2645. du Hamel, Andreas 1:58:35
3214. Friedrich, Björn 2:04:45
3318. Witzel, Rainer 2:06:22
3353. Schwuchow, Rene 2:07:05
3716. Porwitzki, Dirk 2:13:33
3757. Teichler, Gunther 2:14:43
3857. Brust, Matthias 2:17:44
3911. Bettge, Tino 2:19:58
4073. Lehmann, Heinz-Werner 2:28:53
4099. Knappe, Ralf 2:30:03
4238. Pösel, Manfred 2:48:08

Firmenwertung:

1. HKL Baumaschinen 16:06:54
6. Neues Deutschland 17:05:30

120 Kilometer, Einzel

1. Reuß, Jörn 2:45:03
2. Knyss, Daniel 2:45:03
3. Schneider, Oliver 2:45:03
4. Albrecht, Jonas 2:45:03
5. Altmann, Thomas 2:45:03

Fahrer Team »Neues Deutschland«

82. Runge, Reinhard 2:45:10
850. Hollburg, Felix 3:00:50
1093. Benkner, Holger 3:03:41
1244. Dietze, Peter 3:05:53
1948. Heuschkel, Hartmut 3:13:44
2086. Reuschel, Franz 3:15:12
2685. Ehrlich, Robert 3:22:35
2857. Neblung, Matthias 3:24:51
3456. Karrer, Siegfried 3:32:38
3596. Wilke, Rene 3:34:42
3616. König, Ronny 3:35:06
3805. Riedel, Bernd 3:38:32
3866. Fungk, Harald 3:39:51
3873. Lause, Timo 3:40:01
4033. Fischer, Wolfram 3:43:21
4049. Gabelin, Jürgen 3:43:43
4385. Händler, Oliver 3:51:44
4752. Kurzhauer, Sven 4:10:28

alle Ergebnisse unter: www.skoda-velothon-berlin.de

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