Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Fußballerinnen siegen mühsam

Erster Härtetest der WM-Vorbereitung gegen Nordkorea endet 2:0

  • Von Ulrike John, dpa
  • Lesedauer: 3 Min.

Auf dem Weg zum erhofften dritten WM-Titel hat die deutsche Frauenfußball-Nationalelf noch einige Arbeit vor sich. Die DFB-Auswahl um Spielführerin Birgit Prinz kam am Sonnabend in Ingolstadt zu einem mühsamen 2:0 gegen Nordkorea. 36 Tage vor dem Eröffnungsspiel in Berlin gegen Kanada tat sich der zweimalige Weltmeister im ersten Härtetest der Vorbereitung schwer. Vor 8756 Zuschauern erzielten Kim Kulig (59./Foulelfmeter) und Celia Okoyino da Mbabi (85.) die Tore. Vor der Kaderreduzierung nächste Woche setzte Bundestrainerin Silvia Neid 17 Spielerinnen ein.

»Insgesamt bin ich total zufrieden mit der Leistung. Das war heute sehr diszipliniert. Sicher hat es auch ein paar Fehlpässe gegeben, aber es war ja auch nicht zu erwarten gewesen, dass schon alles klappen würde«, sagte Neid, die gegen den laufstarken dreimaligen Asienmeister und FIFA-Weltranglistenachten auf die verletzte Inka Grings (Muskelfaserriss im Oberschenkel) verzichten musste. »Man hat uns die Spielfreude angesehen. Wir waren richtig heiß auf dieses Spiel«, bekannte Torschützin Kulig. Bis auf Grings stand das komplette 26-köpfige Aufgebot, das am 27. Mai auf 21 Spielerinnen reduziert wird, auf dem Platz oder saß auf der Bank. Die Spielerinnen von Meister Turbine Potsdam um Fatmire Bajramaj, die am Donnerstag das Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon bestreiten, saßen jedoch erstmal draußen.

Die Gastgeberinnen präsentierten sich von Anfang an zweikampfstark und ließen den Gegner die erste halbe Stunde kaum in die Partie kommen. Im eigenen Aufbau haperte es aber. U 20-Weltmeisterin Alexandra Popp bekam als einzige Spitze wenig Unterstützung. So hatte die DFB-Auswahl im ersten Durchgang nur wenige Chancen. Kerstin Garefrekes vergab in der 23. Minute die größte: Torhüterin Hong Myong Hui lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. Auf der Gegenseite traf Ri Ye Gyong den Pfosten des Gehäuses von Nadine Angerer (38.).

Nach der Pause brachte Neid im Angriff Okoyino da Mbabi für Popp, doch die deutsche Elf tat sich weiter schwer gegen den zunehmend selbstbewussten WM-Teilnehmer aus Nordkorea. Ein Foul von Ho Byol Un an Prinz verhalf Kulig in ihrem 21. Länderspiel zum vierten Treffer – die künftige Frankfurterin verwandelte den Strafstoß sicher. Durch die vielen Wechsel verlor der WM-Titelverteidiger zunehmend die Linie. Fünf Minuten vor dem Ende machte Okoyino da Mbabi alles klar.

Deutschland: Angerer - Bresonik, Krahn (74. Peter), Bartusiak (56. Goeßling), Faißt - Laudehr (65. Hingst), Kulig - Garefrekes, Prinz (74. Müller), Behringer (64. Bajramaj) - Popp (46. Okoyino da Mbabi).

Nordkorea: Hong - Song, Ri Un-Hyang, Jong, Ho (67. Paek) - Kim Un-Ju (67. Kim Myong-Gum), Jon Myong-Hwa (77. Choe) - Kim Su-Gyong (28. Yun/62. Kwon/90.+1 Yu), Jo, Ri Ye-Gyong - Ra

Tore: 1:0 Kulig (59./Foulelfmeter), 2:0 Okoyino da Mbabi (85.). Zuschauer 8756. Schiedsrichterin: Schett (Österreich).

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln