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Ungerecht verteilt

Das DOK.fest München widmete sich interkulturellen Begegnungen und blickte ganz oft nach Afrika

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nach dem Kongo-Schwerpunkt im letzten Jahr war der afrikanische Kontinent auch diesmal sehr präsent beim DOK.fest in München. Mal als Ausgangsort hoffnungsvoller Verzweiflungsfahrten Richtung Norden, mal als südliches Traumziel unerfüllter, wohlstandsmüder Europäer.

Auf der einen Seite 38 Westafrikaner, zusammengepfercht unter Plastiplanen an Bord eines 12 Meter kurzen Motorbootes, die ihr Leben wagen und mit mehr Wasser als Öl im Tank von Mauretanien aus über's Mittelmeer starten, um sich in Europa ein besseres Leben zu erarbeiten. Mitten unter ihnen der Franzose Dominique Mollard als einziger (und unverhohlen angefeindeter) Weißer, der für seinen Film »Adrift« die Gebühr der Schlepper zahlte, um die mehrtägige Überfahrt aus der Perspektive der »Illegalen« zu filmen. Auf der anderen Seite die Europäer, die sich von ghanaischen Familien »adoptieren« lassen, weil sie die Segnungen Europas eher skeptisch sehen.

»Adopted« von Dokumentarist Rouven Rech ist das filmische Protokoll dreier dieser interkulturellen Begegnungen, und eine ebenso entlarvende wie ernüchternde Stellungnahme zur Sinnleere, die der Überfluss schafft – der trotzdem an Europas Außengrenzen ohne Rücksicht auf Verluste gegen alle ...


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