»Am Rande des großen Mondes«

Charlotte Grasnick: Ihr Werk ist in manchem erst noch zu entdecken

  • Von Ralph Grüneberger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Als ich neulich in einem Verlagsprospekt das Buch einer Autorin angekündigt fand, die in Hamburg geboren und in jungen Jahren in den Bergen Österreichs zu Tode gekommen ist, zückte ich symbolisch den Hut vor jenem Menschen, der den Debütband dieser jungen Frau zuwege gebracht hat.

Dem Herausgeber von Charlotte Grasnicks Gedichten, Benjamin Stein, ist gleichfalls Lob und Anerkennung zu zollen. Charlotte Grasnick starb am 23. April 2009 im siebzigsten Lebensjahr, und ihr Werk ist in vielem erst noch zu entdecken. Den Band »So nackt an dich gewendet« sieht Stein als Auftakt an. Er, der schon als Heranwachsender zum poetischen Zirkel des Dichterpaares Ulrich und Charlotte Grasnick gehörte, verkündet im Nachwort (ziemlich vollmundig), sich darüber hinaus dem von der Dichterin hinterlassenen Prosakonvolut anzunehmen. Dazu freilich müsse zunächst die nachgelassene und teilweise wiederaufgelegte Lyrik in größerem Maße wahrgenommen werden. Und d...


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