Die ungebrochene Liebe zum niedersächsischen Salz

In einem Endlager Gorleben lassen sich die Anforderungen der Ethikkommission kaum umsetzen – die CDU will dennoch weiterforschen

  • Von Hagen Jung, Dannenberg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Offensichtlich will sich Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) noch immer nicht von Gorleben als Endlager für hoch radioaktiven Müll verabschieden. Das zeigt seine Reaktion auf die Aussage der Ethikkommission, der Abfall müsse rückholbar sein. Auch im Salzstock sei das machbar.

Als der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) im Februar 1977 erklärte, in Gorleben solle ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) entstehen, war eine Rückholbarkeit des atomaren Mülls – zumindest öffentlich – noch kein Thema. Rasch war der Bevölkerung erläutert, was mit den Abfallbehältern geschehen solle: Erst wandern sie ins Zwischenlager, damit der tödliche Inhalt an Wärme verliert, dann kommen sie tief in ein Endlager: den Salzstock Gorleben. Die Behälter werden aufrecht nebeneinander hingestellt. Im Laufe der Jahre werden sie vom sich ausdehnenden Salz eingeschlossen – was gegen eine Rückholbarkeit spricht.

Die »Ethikkommission« aber plädiert, »bei höchsten Sicherheitsanforderungen den radioaktiven Abfall auf rückholbare Weise zu lagern«. Ergibt sich aus dieser Forderung das endgültige Aus für den – in punkto Sicherheit ohnehin höchst umstrittenen – Sal...

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