Nicht die Dosis macht das Gift

Endokrin wirksame Stoffe müssen endlich EU-weit reguliert werden

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nicht wenige Chemikalien wirken im menschlichen Organismus wie Hormone. Doch obwohl sie damit bereits in kleinsten Konzentrationen unerwünschte Wirkungen haben, sind sie in der EU bislang kaum reguliert.

Diethylstilbestrol (DES) wurde als Arzneimittel zwischen 1940 und 1970 schwangeren Frauen verschrieben, um damit Frühgeburten zu verhindern. In den 60er Jahren wurde das Mittel außerdem als »Leistungsförderer« in der Rinder- und Geflügelzucht eingesetzt.

Doch 1971 wurde nachgewiesen, dass die Töchter der so behandelten Frauen häufig an einer äußerst seltenen Form von Vaginalkrebs erkrankten. Diese Karzinome traten ab dem 15. Lebensjahr auf, also mehr als 15 Jahre, nachdem die Ungeborenen dem synthetischen Arzneimittel ausgesetzt waren. In der dritten Generation bestand dann ein erhöhtes Risiko für Unfruchtbarkeit bei den Mädchen, bei den männlichen Enkeln häufte sich eine angeborene Fehlbildung der Harnröhre.

Für den Toxikologen Ibrahim Chahoud von der Berliner Charité ist DES ein Paradebeispiel für die schwer nachweisbare Wirkung von endokrin wirksamen Substanzen: »In der Regel gehen die speziell ausgelösten Krankheiten im Rau...

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