Ralf Hutter, Madrid 08.06.2011 / Ausland

Mit der Sonne zur Freiheit

Spaniens Protestbewegung 15-M ist auf der Suche nach dauerhaften Organisationsmustern

Die spanische Oppositionsbewegung 15-M vertieft die inhaltliche Arbeit und koordiniert sich auf Landesebene. Wie revolutionär oder reformistisch sie sich entwickeln wird, entscheidet sich in immer mehr Kommissionen und Versammlungen.

Madrids zentraler Platz »Puerta del Sol« (Sonnentor) gilt zugleich als »Kilometer Null«. Das bezeichnet den offiziellen zentralen Knotenpunkt der spanischen Bundesstraßen. Doch einen symbolischen Wegweiser mit Pfeilen in alle mögliche Richtungen gibt es hier erst seit kurzem. Drei Meter hoch und beängstigend windschief ist er. Statt an einem Mast hängt er an mehreren notdürftig miteinander verbundenen kurzen Stangen. Auf den vielen Pfeilen stehen nicht nur Madrider Vororte und spanische Städte, sondern beispielsweise auch: Athen, Boston, Lima, Paris, Italien und Mexiko. Dass die Richtungen der Pfeile geografisch nicht stimmen müssen, zeigt auf besondere Weise jener, auf dem geschrieben steht: »die Zukunft«. Dass hier unlängst ein historischer Schritt gemacht wurde, glauben sehr viele Menschen in Spanien. Und in anderen Ländern, etwa in Griechenland, Frankreich und Portugal, gibt es sicherlich nicht wenige, die hoffen, dass »Sol«, wie der Platz kurz genannt wird, auch ihnen den Weg weist.

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