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Maxim Gorki

KALENDERBLATT

  • Von Martin Stolzenau
  • Lesedauer: 2 Min.

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Alexei Maximowitsch Peschkow erlangte Weltruhm – unter dem Pseudonym Maxim Gorki. Der 1868 in Nishni Nowgorod geborene Sohn eines Tischlers war früh Vollwaise geworden und musste sich ab dem elften Lebensjahr seinen Unterhalt selbst verdienen. Nebenbei bildete er sich autodidaktisch. Schon seine frühen Erzählungen spiegeln seine bitteren Erfahrungen; diesen entsprang auch sein Pseudonym: Gorki, »der Bittere«. Seinen Durchbruch feierte er mit dem Roman »Mat«, in Deutschland ab 1908 unter dem Titel »Die Mutter« veröffentlicht. Schon zu dieser Zeit war er ein kranker Mann. Zur Heilung seiner Tuberkulose weilte er ab 1906 auf Capri in Italien und ab 1921 in Deutschland, zunächst im Schwarzwald. um sodann mit seinem Sohn, dessen Frau und einem befreundeten Kunstmaler nach Heringsdorf auf Usedom zu wechseln.

Im damaligen Kaiserbad fand Gorki in der Villa Irmgard an der Strandpromenade Unterkunft. Er führte einen umfangreichen Briefwechsel mit der Heimat und Schriftstellerkollegen wie Konstantin Alexandrowitsch Fedin, Romain Rolland sowie Anatole France. Alexei Nikolajewitsch Tolstoi und der Opernsänger Fjodor Iwanowitsch Schaljapin besuchten ihn in Heringsdorf. Gorki war oft am Strand und unternahm zahlreiche Ausflüge in die Umgebung. Der schnauzbärtige Russe mit übergroßem Hut und weitem Mantel fiel stets auf.

Auch in Heringsdorf bewies Gorki seine exzellente Beobachtungsgabe. Die krassen Unterschiede zwischen den reichen Badegästen und den bettelnden Kindern der Armen ließen ihn nicht unberührt, wie seine Eindrücke im Gästebuch der Villa und seine Prosaskizze »Die Kolonie der Verwahrlosten« bezeugen. In Heringsdorf setzte Gorki seine Arbeit an der Autobiographie »Meine Universitäten« fort.

Am 25. September 1922 wechselte er nach Bad Saarow in der Mark Brandenburg. Es folgte ein weiterer langer Italienaufenthalt..

Im Seebad Heringsdorf erinnert an den am 18. Juni 1936 in Gorki bei Moskau gestorbenen berühmten Schriftsteller noch heute eine Maxim-Gorki-Straße, eine Wohnanlage sowie eine Schule gleichen Namens, eine Maxim-Gorki-Bibliothek und die Villa Irmgard, die nach 1948 als Maxim-Gorki-Museum eingerichtet war und heute als Heimatmuseum genutzt wird.

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