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Spanien: flexibel ohne Tarifrecht

Madrid (AFP). Im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit hat die spanische Regierung Änderungen im Tarifrecht beschlossen. Das Kabinett habe ein »Gleichgewicht« gefunden, das dem Arbeitgeber Flexibilität und dem Arbeitnehmer Sicherheit gebe, sagte Vize-Regierungschef Alfredo Perez Rubalcaba am Freitag. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die spanische Zentralbank hatten das bisherige System mit branchenweiten, nicht veränderbaren Tarifabschlüssen bereits seit langem als zu starr kritisiert. Allerdings konnten sich die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände bei ihren Gesprächen in den vergangenen Monaten nicht auf eine Reform des Systems einigen.

Die nun von der Regierung beschlossene Neuregelung sieht laut Rubalcaba vor, dass Unternehmen »bei Veränderungen oder in schwierigen Situationen« die Tarife anpassen können. Die Reform, die noch vom Parlament gebilligt werden muss, ist Teil der Arbeitsmarktreform, die neben der Reform der Renten- und des Bankensystems die spanische Wirtschaft wieder in Gang bringen soll.

Mehr als jeder fünfte Spanier ist derzeit ohne Arbeit. Die schlechten Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt haben zu einer großen Protestbewegung geführt. Seite 6

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