Werbung

PR-Erfolg der Rechten

FAKTENcheck: NPD-Mitglieder als Volkszähler?

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

PR-Erfolg der Rechten

Die These, die das NDR-Magazin »ZAPP« in seiner jüngsten Ausgabe (22. Juni) aufstellte, ist selbst provokant: Die NPD schaffe es immer wieder, durch verbale Provokationen Schlagzeilen zu produzieren, um damit auf sich aufmerksam zu machen. Ein Großteil der Medien mache dieses Spiel mit, reagiere reflexartig mit Alarmismus auf die Rechtsextremen. Beim Thema NPD werde eine gründliche Recherche oft unterlassen. Als Beispiel nannte das Medienmagazin u. a. die seit Mai laufende Volkszählung.

Hintergrund: Die NPD hatte Anfang des Jahres ihre Mitglieder aufgefordert, sich bei dem Zensus als Zähler zu melden. In den Medien herrschte daraufhin einhellig Alarmstimmung. »Bild« fragte: »Will NPD Volkszählung ausspionieren?«, die »taz« beschwor mit »Wenn der Volksgenosse klingelt« die gleiche Gefahr der rechtsextremen Unterwanderung der Volkszähler, auch das ND titelte am 15. Januar: »Neonazis als Kuckuck im Zensusnest«.

Was die Journalisten laut »Zapp« übersehen: Die NPD kann die Volkszählung gar nicht unterwandern, denn die meisten Interviewer sind Landesbedienstete, werden überprüft und geschult. Das hatte das Statistische Bundesamt bereits im Februar dieses Jahres betont. Die Bewerber würden »wie bei allen behördlichen Auswahlverfahren« üblich nach ihrer persönlichen Motivation sowie nach ihrer beruflichen Tätigkeit befragt; ein Anspruch auf Zulassung als Volkszähler gebe es nicht. Außerdem müsse man als Befragter weder den Interviewer in die Wohnung lassen noch den Fragebogen im Beisein des Volkszählers ausfüllen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!