Fukushima war einmal

Aya Sameshima spielte für TEPCO – dann verlor sie ihre Heimat

  • Von Oliver Händler, Köln
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Aya Sameshima ist nicht die auffälligste Spielerin der japanischen WM-Mannschaft, doch ihre Geschichte ist die Ergreifendste. Denn immer, wenn das Team vor und nach den Spielen mit dem Dankesbanner für die Unterstützung der Fans nach der Erdbebenkatastrophe durchs Stadion läuft, muss Aya Sameshima besonders schlucken. Die Verteidigerin spielt mittlerweile in Boston, doch das erst seit Kurzem. Vorher war sie in Diensten von TEPCO Mareeze. Ja, richtig. Die Mannschaft des Energiekonzerns, dessen Atommeiler im März in die Luft flogen. Die Mannschaft spielte auch in Fukushima, jetzt heißt es auf der Internetseite nur noch: »Wir machen zur Zeit Pause. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und danken für Ihr Verständnis.«

Aya Sameshima war durch Zufall gerade nicht in Fukushima, als der Tsunami das Kernkraftwerk überschwemmte. »Ich hatte Glück, denn wir hatten zu dieser Zeit ein Trainingslager im Süden Japans. Vom Erdbeben habe ich also nich...

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