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Was des Volkes Hände schaffen ...

Der Volksentscheid in Sachsen zur Enteignung der Kriegs- und Naziverbrecher

  • Von Horst Schneider
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Es gehörte nach der Befreiung Deutschlands zum Vermächtnis der Antifaschisten und zu den Verpflichtungen, die sich aus dem Potsdamer Abkommen ergaben, die Schuldigen für Krieg und Faschismus zu bestrafen. Das Potsdamer Abkommen forderte u. a. »die Kriegsverbrecher und diejenigen, die an der Planung oder Durchführung von nazistischen Maßnahmen teilgenommen haben, die Gräueltaten oder Kriegsverbrechen nach sich gezogen oder zum Ergebnis hatten, ... zu verhaften und vor Gericht zu stellen« sowie »die deutsche Wirtschaft zu dezentralisieren, damit der bestehenden übermäßigen Konzentration von Wirtschaftsmacht ... ein Ende gemacht wird«. Das geschah in Sachsen in einem demokratischen Akt, dem Volksentscheid zur Enteignung der Kriegs- und Naziverbrecher.

Am 30. Juni 1946 wurde in 23 Stadt- und 30 Landkreisen Sachsens abgestimmt. Die Frage lautete: »Stimmen Sie dem Gesetz über die Übergabe von Betrieben der Kriegs- und Naziverbrecher in da...


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