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Idylle mit Brandherden

In Dschisr al-Schogur sollen viele syrische Soldaten getötet worden sein

  • Von Karin Leukefeld, Dschisr al-Schogur
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Im syrischen Dschisr al-Schogur sollen Anfang Juni zahlreiche Soldaten getötet worden sein. Die Regierung behauptet, Extremisten hätten in dem Ort 120 Angehörige der Sicherheitskräfte massakriert. Westliche Medien zitierten dagegen Aussagen, es sei zu einem Gefecht zwischen den Soldaten gekommen, nachdem sich einige geweigert hätten, auf Zivilisten zu schießen. Nun besuchten ausländische Journalisten den Ort.

Der Alltag ist zurück in Dschisr al-Schogur.
Dschisr al-Schogur ist etwa fünf Autostunden von Damaskus entfernt. Es ist früh am Morgen, als der kleine Konvoi mit Journalisten und Mitarbeitern des Informationsministeriums sich auf den Weg macht. Bei Hama verlassen die drei Fahrzeuge die Autobahn. An einem unscheinbaren Militärposten übernimmt ein weißes Armeefahrzeug mit zivil gekleideten Männern die Führung. Keiner stellt sich vor, alle mustern aufmerksam die ausländischen Journalisten, die herausfinden wollen, was in ihrer Heimat geschieht. Über eine Nebenstrecke geht die Fahrt durch eine fruchtbare Acker- und Wiesenlandschaft. Einige Felder sind abgebrannt, Hunderte Störche staksen darauf herum. »Es ist eine schlechte Angewohnheit, diese Felder abzubrennen«, bemerkt eine der begleitenden Übersetzerinnen. »Die Bauern machen das nach der Ernte, um leichter umpflügen zu können.« Und was, wenn das Militär die Felder angezündet hat, um die Bauern zu bestrafen? Das hatten doch kürzli...

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