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Übergabe der Leichen von Palästinensern

Israel stimmte nach Verhandlungen zu

Ramallah (dpa/ND). Die Palästinensische Autonomiebehörde erwartet in den nächsten Tagen die Übergabe von 84 Leichen in Israel begrabener militanter Palästinenser. Hussein al-Scheich, in der Autonomiebehörde für Verbindungen mit Israel zuständig, sagte dies am Montag. Israel habe sich nach mehr als einem Jahr der Verhandlungen dazu bereit erklärt, die Leichen zu übergeben. Es handele sich um Palästinenser, die seit 1967 bei Kämpfen mit israelischen Soldaten oder bei Anschlägen auf Israelis getötet wurden. Ein israelischer Armeesprecher wollte sich dazu allerdings nicht äußern.

Laut einer Namensliste, die veröffentlicht wurde, kamen die meisten von ihnen während des zweiten Palästinenseraufstands Intifada ums Leben. Der Aufstand hatte im Jahr 2000 begonnen. Auch die Leichen mehrerer Selbstmordattentäter sollten ausgeliefert werden, hieß es.

Die palästinensischen Familien hatten die Übergabe der Toten gefordert, damit sie diese selbst begraben können. Nach Angaben von Scheich werden auch nach der erwarteten Übergabe mehr als 100 weitere Leichen in Israel verbleiben. Man verlange auch ihre Rückgabe »ohne jede Bedingung«.

Vor der Übergabe der 84 Leichen seien in Israel noch forensische Untersuchungen der sterbliche Überreste geplant, sagte -Scheich. Anschließend sollen die Särge am Amtssitz von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah für eine feierliche Zeremonie aufgebahrt und später an die Familien übergeben werden.

Israel hatte in der Vergangenheit bereits mehrere Leichen militanter Palästinenser übergeben, zuletzt im Rahmen eines Gefangenenaustausches mit der libanesischen Hisbollah-Miliz im Jahr 2008.

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