Olaf Standke 06.07.2011 / Ausland

Eine waffenstarrende Königsdiktatur

Saudi-Arabien verletzt massiv Menschenrechte und ist einer der weltweit größten Rüstungsimporteure

Dutzende Frauen wurden am Wochenende vor dem Innenministerium in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad festgenommen. Sie hatten für die Freilassung männlicher Verwandter demonstriert. Mit allen Mitteln stemmt sich die autoritäre Ölmonarchie in einem der reichsten arabischen Länder gegen ein Überschwappen der Protestwelle in der Region – und hilft dabei, die Demokratiebewegung auch in Nachbarländern abzuwürgen.

40 Teilnehmer an Protesten für mehr Demokratie unter dem absolutistischen Regime des 86-jährigen Abdullah Bin Abd al-Asis Al Saud, König und »Hüter der heiligen Stätten des Islam« in Mekka und Medina, müssen sich vor einem Staatssicherheitsgericht in Riad verantworten. Sie hatten im März in der Handelsmetropole Dschidda an Solidaritätskundgebungen für schiitische Demonstranten in der Ostprovinz teilgenommen, die die Diskriminierung unter dem weitverzweigten sunnitischen Herrscherhaus anprangerten. Der König und seine Prinzen, die der fundamentalistischen wahhabitischen Richtung folgen, seien der »Klebstoff der Gesellschaft«, so der Politologe Samir Anabtawi.

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