Die Revolution geht weiter

Die Bloggerin Lina Ben Mhenni – »A Tunesian Girl« – über den Arabischen Frühling und die Macht des Internets

Mit ihrem Internetblog »A Tunesian Girl« sorgte sie für eine rasche Verbreitung der Ereignisse, die sich nach der Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in Tunesien überstürzten. Damit hat LINA BEN MHENNI einen nicht unmaßgeblichen Anteil an der Jasmin-Revolution und am Sturz des Diktators Zine el-Abidine Ben Ali, der vor genau einem halben Jahr, am 14. Januar, das Land fluchtartig verließ. Dieser Tage erschien im Ullstein Verlag ihr Buch über den dramatischen Jahresauftakt; die Publikation mit dem Appell »Vernetzt Euch!« (46 Seiten, 3,90 €) ist nach Stéphane Hessels »Empört Euch!« der zweite Titel der neuen »Streitschrift«-Reihe des in der Berliner Friedrichstraße residierenden Editionshauses. Mit der 27-jährigen Dozentin für Liguistik an der Universität Tunis, die kürzlich in Bonn den internationalen Blog-Award »The BOBs« der Deutschen Welle erhielt, sprach KARLEN VESPER. Beim Interviewtermin im Ullstein-Haus hatte Lina Ben Mhenni selbstredend ihren Laptop mit – und war online.

Das Internet kann Leute über Grenzen und Verbote hinweg verbinden. Das fürchten die Diktatoren. Das Netz schafft Solidarität – eine wichtige Voraussetzung, um die Welt zu verändern. Deshalb sollten wir uns alle vernetzen.

ND: Sie können stolz sein, sind Sie doch eine Heldin der Revolution.
LINA BEN MHENNI: Nein, ich bin keine Heldin. Nicht ich habe die Revolution begonnen. Als sich Mohamed Bouazizi vor dem Amtssitz des Gouverneurs von Sidi Bouzid selbst angezündet hat, sind die Menschen seiner Heimatstadt auf die Straße gegangen. Ihr Protest gegen einen unbarmherzigen Herrscher war die Initialzündung. Sie sind nicht vor der Gewalt der Polizisten gewichen. Das sind für mich die Helden der Revolution.

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