Kampfmittel Celluloid

Spiel-, Propaganda- und Dokumentarfilme zum 70. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion

  • Von Kira Taszman
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Unter Umständen sagen Spielfilme mehr über die Wirklichkeit eines Krieges aus als Dokumentarfilme, vor allem wenn letztere Propagandafilme sind. Dies kann man jetzt anhand von Alexej Germans sowjetischem Spielfilm »20 Tage ohne Krieg« (1976) und Anatole Litvaks amerikanischem, pro-sowjetischem Propagandafilm »The Battle of Russia« (Die Schlacht um Russland, 1943) im Kino Krokodil beobachten. Beide Werke laufen im Rahmen einer Veranstaltungsreihe, die das Filmtheater anlässlich des 70. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 programmiert hat.

In einem vor allem die Grautöne hervorhebenden Schwarzweiß schildert German in »20 Tage ohne Krieg« (22.7., deutsche Fassung) den Fronturlaub des Kriegsjournalisten Lopatin (Juri Nikulin). Er fährt kurz vor Neujahr 1943 aus der überstandenen Hölle in Stalingrad nach Taschkent.

Seit langem begegnet er wieder Zivilisten und ihren Alltagssorgen, jenseits des Krie...


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