Transparenz für König Kunde

Internetportal für Verbraucher gestartet

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat am Mittwoch in Berlin gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Hessen das Internetportal »Lebensmittelklarheit.de« gestartet. Zudem beschloss die Bundesregierung eine Reform des Verbraucherinformationsgesetzes. Beide sollen die Transparenz bei Lebensmitteln verbessern.

Erdbeerjoghurt ohne Erdbeeren? Kalbswiener mit einem Anteil von 85 Prozent Schweinefleisch? Verbraucher fühlen sich heute vor den Regalen der Supermärkte oft überfordert. 200 000 Produkte gibt es, jährlich kommen 10 000 hinzu. Oft sehen sie sich getäuscht, nicht immer zu Recht.

Beispiel Kalbswiener: Nach den gesetzlichen Regeln ist es durchaus legal, wenn diese Würstchen einen Anteil an Kalbsfleisch von nur 15 Prozent haben. Trotzdem fühlen sich Kunden betrogen. Hier setzt das neue Internetportal an. Verbraucher sollen ihren Unmut deutlich machen können, in rechtlichen Grauzonen bleiben die Marken aber geschützt. Im Fall der Kalbswiener würde das Produkt anonymisiert auftauchen.

Anders bei bewusster Verbrauchertäuschung. Nach einer Prüfung durch die Verbraucherzentrale werden zukünftig Marken und Unternehmen benannt. Letztere haben die Möglichkeit einer Stellungnahme.

Was aus Sicht der Verbraucher zu mehr Transparenz führt, st...


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