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2000 Radsätze bei der S-Bahn ausgetauscht

(dpa). Halbzeit beim bisher größten technischen Kraftakt der Berliner S-Bahn: Die Tochter der Deutschen Bahn hat seit Dezember 2010 an den Zügen ihrer wichtigsten Baureihe 481 gut 2000 Radsätze gegen neue mit stabileren Radscheiben ausgetauscht. Die restlichen 2000 sollen bis Ende des Jahres im Werk Schöneweide gewechselt werden, kündigte S-Bahn-Chef Peter Buchner am Mittwoch an. Von dem 50 Millionen Euro teuren Austauschprogramm erhofft sich die S-Bahn, dass Räder und Achsen künftig nicht mehr in so kurzen Abständen kontrolliert werden müssen und damit mehr Wagen für den Verkehr zur Verfügung stehen.

Die Baureihe 481 ist mit 500 Doppelwagen das Rückgrat der Berliner S-Bahn, die aber auch noch über Fahrzeuge der älteren Baureihen 480 und 485 verfügt. Nach Buchners Worten verlassen derzeit jede Woche zwölf mit neuen Radsätzen ausgerüstete Doppelwagen das Bahnwerk Schöneweide.

Der S-Bahnchef äußerte sich erneut zuversichtlich, am Jahresende wieder Tag für Tag 500 Doppelwagen im Verkehr einsetzen zu können. 546 Doppelwagen waren es laut Buchner vor dem Beginn der Unternehmenskrise mit zahllosen Zugausfällen vor zwei Jahren gewesen und so viele sollen es auch 2012 wieder sein.

Seit Montag sind bereits wieder 450 Doppelwagen im Beförderungsbetrieb unterwegs, und Teltow Stadt wird im Zehn-Minuten-Takt angesteuert. Nächstes Ziel von Buchner ist es, die Züge zwischen Frohnau und Wannsee wieder mit sechs Wagen zu behängen und die S 45 von Schönefeld wieder über den Südring fahren zu lassen. Termine dafür nannte der S-Bahnchef nicht.

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