Überfahrt mit der »Grenzenlosen«

Im Oderbruch verbindet eine Fähre Deutschland und Polen – sie ist Touristenattraktion und Symbol

  • Von Leticia Witte, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zur Begrüßung und zum Abschied bekommt Heidemarie Kiehl einen Handkuss. Jerzy Fitas pflegt diese charmante Geste, die diesseits der Oder als polnische Höflichkeit gilt. Der Grenzfluss hat die beiden miteinander bekannt gemacht: Fitas ist Fährmann, Kiehl Ortsvorsteherin von Güstebieser Loose im Kreis Märkisch-Oderland, wo die Fähre ab- und anlegt. Diese hat es zu einer gewissen Berühmtheit gebracht, denn sie gilt nach Angaben des Brandenburger Verkehrsministeriums als die einzige Fähre, die Deutschland und Polen miteinander verbindet. Der Name ist das Motto: »Bez Granic«, also »Ohne Grenzen«.

Die Staatengrenze zwischen Güstebieser Loose und dem polnischen Nachbarn Gozdowice ist an diesem abgeschiedenen Flecken im Oderbruch nordöstlich von Berlin tatsächlich nicht zu bemerken. Am Oderufer in dem beschaulichen, 230 Einwohner zählenden deutschen Ort warten an diesem Tag ein paar Fahrradtouristen, ein gelber Kleintransporter, ein Ehepaar mit...


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