Über 410 Watt ist Doping

Für Wissenschaftler Antoine Vayer ist Thomas Voeckler verdächtig

ANTOINE VAYER glaubt nicht, er rechnet. Der Sportwissenschaftler, der früher das berüchtigte Team Festina bei der Tour de France begleitete, hat sich nach dem Dopingskandal 1998 zum profilierten Antidoping-Spezialisten entwickelt und ermittelt Leistungsdaten der Athleten. Er erzählte TOM MUSTROPH, dass für ihn das saubere Klassement gegenwärtig bei Platz elf beginnt – bei Jean-Christophe Peraud.

ND: Herr Vayer, in einem Zeitungsartikel bezeichneten Sie zwei Fahrer als garantiert nicht gedopt. Was macht Sie bei Jeremy Roy und Jean-Christophe Peraud so sicher?
Vayer: Ich kenne sie sehr gut. Sie bleiben innerhalb ihrer physiologischen Grenzen und überschreiten sie niemals. Nicht zu dopen, bedeutet, in seinen Limits bleiben.

Gibt es noch andere Fahrer, die nur mit »klarem Wasser« fahren?
Ich habe die anderen nicht detailliert evaluiert. Aber die, die nicht mal Koffein nehmen, kann man an einer Hand abzählen.

In den vergangenen Jahren wurden geringere Geschwindigkeiten als in den 90er Jahren festgestellt. Bestätigen Ihre Leistungsdaten diesen Eindruck?
Nein, da fand ich keine durchgehende Absenkung. Bei dieser Tour de France gab es in den Anstiegen nach Luz-Ardiden und zum Plateau de Beille Änderungen; das stimmt. Die Leistungen von Lance Armstrong, Alberto Con...



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