Warum der Euro nicht fallen soll

In der Weltwirtschaft spielt die EU-Gemeinschaftswährung längst eine Hauptrolle neben dem Dollar

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In jüngster Zeit wurden auf globaler Bühne die Aufrufe an die Adresse der EU lauter, endlich die Schuldenkrise zu beenden. Kein Wunder: Der Euro ist längst als zweite Leitwährung neben dem Dollar etabliert.

Die Bürger lehnen den Euro ab, deutsche Konzerne verteidigen ihn, meint die »Wirtschaftswoche« und fordert kaum verhohlen ein Zurück zur D-Mark. Dies kann es aber nicht geben, denn die Welt ist nicht mehr die des Jahres 1999, als die EU-Gemeinschaftswährung eingeführt wurde. Wichtige Akteure wie China wollen einen starken Euro als Gegengewicht zum Dollar. Auch der Internationale Währungsfonds warnte erst kürzlich vor »ernsthaften Ansteckungsgefahren«, sollte die EU nicht rasch neue Maßnahmen umsetzen. Ein Scheitern dürften selbst die Kernländer wie Deutschland und Frankreich zu spüren bekommen.

Aber auch europäische Länder, die sich stets geweigert haben, den Euro einzuführen, würden mehr Nachteile als Vorteile haben, wenn der Euro scheitern würde. So profitiert der »kleine« Schweizer Franken als Nischenwährung – ähnlich wie das britische Pfund und der Finanzplatz London – generell von der Existenz des »großen« Euro. In Bern und Zü...


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