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Schwieriges Pflaster Nürburgring

Formel 1: Sebastian Vettel nur Vierter / Lewis Hamilton jubelt

  • Von Elmar Dreher, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

Ausgerechnet auf dem Nürburgring zeigte Formel-1-Champion Sebastian Vettel Nerven und fuhr erstmals in dieser Saison am Podest vorbei. Der Red-Bull-Pilot belegte beim Großen Preis von Deutschland nach ungewohnten Patzern einen für ihn enttäuschenden vierten Platz. Diesen bekam er in der letzten Runde durch einen verpatzten Boxenstopp bei Felipe Massa noch geschenkt. Vettel verschaffte der Konkurrenz neue Hoffnung im zuletzt langweiligen Titelrennen.

Lewis Hamilton verdarb mit seinem Sieg in einem zeitweise packenden Rennen Vettel & Co die Freude. Der britische McLaren-Pilot setzte sich vor Fernando Alonso im Ferrari und Mark Webber im zweiten Red Bull durch. Trotz des Rückschlags führt Vettel die WM-Wertung nach zehn von 19 Grand Prix mit 216 Punkten weiterhin klar an. Teamkollege Webber (139) weist nun noch 77 Zähler Rückstand auf. Hamilton (134) ist neuer Gesamtdritter vor Alonso (130).

Der zehnte Saisonlauf entwickelte sich trotz nass-kalten 13 Grad zu einer heißen Angelegenheit: Zahlreiche Überholmanöver, pakkende Duelle, wilde Dreher und weitere unerwartete Patzer sorgten für viel Abwechslung und Spannung auf dem 5,148 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs.

Abgesehen von seinem Ausfall in Südkorea bedeutete dieser vierte Rang für Vettel das schlechteste Ergebnis seit rund zehn Monaten. Diesen Platz hatte er zuletzt beim Großen Preis von Italien (12. September 2010) geholt.

Auch für die meisten anderen Deutschen gab der Heim-Grand-Prix keinen Anlass zu Jubel. Nur Adrian Sutil (Gräfelfing) feierte als Sechster im Force India sein bislang bestes Saisonergebnis. Nico Rosberg (Wiesbaden) landete im Mercedes auf Rang sieben vor seinem Teamkollegen Michael Schumacher. Der Nürburgring-Rekordsieger aus Kerpen büßte ebenfalls durch einen Dreher viele Plätze ein. Timo Glock (Wersau), der seinen Vertrag mit Virgin um drei Jahre verlängerte, wurde 17.

Nick Heidfeld schied als einziger Deutscher nach einem für ihn bis dahin enttäuschenden Rennen schon in der elften Runde aus: Sebastien Buemi drängte den Lotus-Renault-Rivalen in eine Werbetafel und nach einem Hüpfer blieb der Mönchengladbacher im Kiesbett stecken. Auch Webber konnte von seiner Pole-Position nicht profitieren und musste Hamilton gleich Platz eins überlassen. In der zwölften Runde war der Australier für wenige Sekunden wieder vorbei, aber der Brite konterte sofort.

Resultate, Seite 19

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