Damenwahl

Es ist blanker Sexismus, guten Whisky zur reinen Männerdomäne zu verklären

  • Von Reiner Oschmann, Glasgow
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Zwei Schotten im Glück: Georgie Crawford und Dave Broom.

Whisky ist flüssiges Müsli, schon deshalb lässt sich die Liebe zu ihm nicht auf ältere Herren beschränken. Ein guter Scotch – noch dazu wenn es lang gereifter Malzwhis-ky aus einer der Traditions-Brennereien wie Lagavulin (1816) auf der Insel Islay, Talisker (1830) von der Isle of Skye oder Glenfiddich (1886) von der Speyside im Nord-osten Schottlands ist – taugt für Männer allein ebenso wenig wie Fußball. Doch was seit dem WM-Finale Japan - USA keines Beweises mehr bedarf, wartet im Falle Whisky auf das Ableben des Klischees: Weiter gilt Whisky als Domäne spleeniger älterer Männer, die sich lieber im Gentleman's Club als zu Hause vergnügen, latent für Alkoholismus anfällig als fürs Leben gerüstet sind.

Das Leben hat dies lange korrigiert, wie eine Reise in Schottlands Whiskyregionen zeigt. Dave Broom (52) aus Glasgow ist Whiskykapazität. Er hat acht Bücher veröf-fentlicht (sein »World Atlas of Whisky« erscheint 2012 bei Hallwag in ...


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