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Wirbel um Teufels Kritik an Unions-Profil

Berlin (AFP/ND). Die vom früheren Parteivize Erwin Teufel angestoßene Kursdebatte in der CDU hat sich fortgesetzt. Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, schloss sich Teufels Kritik an und beklagte eine zunehmende Resignation der Parteibasis. »Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem sich zahlreiche Mitglieder zurückziehen und aus den Debatten heraushalten«, sagte er den »Ruhr Nachrichten«. Die CDU müsse sich stärker auf ihre christlichen Werte besinnen und sich ein klareres Profil in der Wirtschaftspolitik geben, forderte Mißfelder.

Der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer (CDU), äußerte sich skeptischer. Die Union müsse auf Konsensfähigkeit achten, so Böhmer. »Das bedeutet auch, dass man bereit sein muss, von seinen eigenen Positionen da und dort Abstriche zu machen.« Der scheidende saarländische Ministerpräsident Peter Müller sagte im Deutschlandradio Kultur, seine Partei müsse am Anspruch festhalten, eine Volkspartei zu sein. »Das setzt natürlich voraus, dass auch die Breite der Positionen in der Gesellschaft in der CDU vorhanden ist, dort aufgearbeitet und zu Kompromissen geführt wird.«

Teufel hatte seiner Partei Profillosigkeit vorgeworfen und beklagt, sie habe durch Positionswechsel ihre Stammwähler verprellt.

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