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Wettern gegen blinde Kurswechsel

Altersriege der CDU beäugt misstrauisch die Merkelsche Politik des Pragmatismus

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wer die CDU der 90er Jahre als abrissreif empfunden haben mag, müsste sie heute in Trümmern sehen. Ihre Einbrüche bei den jüngsten Wahlen und wachsende interne Zweifel an der eigenen Rolle scheinen einschneidender als im Jahr 1998, da sie nach 16 Jahren die Regierungsmacht abgab.

Obwohl Regierungspartei, mehren sich die Hinweise, dass der CDU der innere Kitt verlorengeht. Schrille Alarmrufe deuten auf ernsthafte Besorgnisse hin, wenigstens in der Generation 70 plus. Altkanzler Helmut Kohl, Sachsens früherer Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, zuletzt Erwin Teufel, der ehemalige Regierungschef von Baden-Württemberg – alle haben mehr oder weniger deutlich gemacht, dass sie mit dem aktuellen Zustand ihrer Partei und der Politik von Angela Merkel im besonderen unglücklich sind. In Windeseile hatte sich ein ketzerischer Satz von Helmut Kohl verbreitet, und obwohl der ihn inzwischen dementierte, steht er als GAU in der Medienlandschaft, als Größter Anzunehmender Unmut: »Die macht mir mein Europa kaputt.« Biedenkopfs Interviewgrummeln galt Merkels Kurswechsel in der Energiepolitik, also dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie. Geradezu seinen Namensvetter an die Wand gemalt hatte Erwin Teufel in einer R...


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