Im Schlafsack bei der Linkspartei

Klimaschützer besetzten Parteibüros, um ein Gespräch mit dem Wirtschaftsminister zu erzwingen

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Acht Klimaschützer besetzten die Landesgeschäftsstelle der brandenburgischen Sozialisten. Sie wollten ein Gespräch mit Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (LINKE) über Braunkohle und CO2-Verpressung erzwingen. Besetzt wurden auch Büros von SPD und LINKE in Cottbus.

In Schlafsäcken übernachteten sie auf dem Boden. Immerhin hatten die Besetzer bei der LINKEN in der Potsdamer Alleestraße ein richtiges Dach über dem Kopf. Bis Sonntag schlafen sie nun wieder in Zelten auf einer Wiese bei Jänschwalde, wo ein Klimacamp stattfindet.

Am Donnerstag um 10 Uhr kreuzten acht Aktivisten in der Alleestraße 3 auf und legten Forderungen auf den Tisch: Keine neuen Braunkohletagebaue genehmigen und kein Kohlendioxid verpressen. Sie verlangten, dass Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (LINKE) vorbeischaut und ihnen zuhört. Aber der Minister war nicht gleich zu erreichen. Nach drei Stunden kam endlich die Zusage für einen Termin am Freitagmorgen. »Na gut, wir warten hier«, entschieden die Besetzer.

Unter der Voraussetzung, dass die Technik sicher ist, befürwortet Christoffers die CO2-Verpressung nach dem CCS-Verfahren. Das Verfahren sollte seiner Ansicht nach in Ostbrandenburg erprobt werden. Viele Genossen sind skep...


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