Rügen Feinkost bald aus dem Westen

In Rostock schließt eine Fabrik, die erst kurz zuvor von einer Düsseldorfer Unternehmensgruppe aufgekauft wurde

Ein westdeutscher Investor trifft auf eine schlecht bezahlte und verunsicherte Belegschaft, die nicht einmal über einen Betriebsrat verfügt. Die Schließung der Fischfabrik »Rügen Feinkost« in Rostock taugt als Lehrstück in Sachen moderner Kapitalismus.

»Feinkost Homann schließt gerade erst erworbenes Rostocker Werk.« Vor wenigen Tagen ging diese Meldung durch die lokale Presse Mecklenburg-Vorpommerns. Die 90 Beschäftigten der Rostocker Fischfabrik »Rügen Feinkost« verlieren ihren Job. Eine Werksschließung im Osten. Nichts Ungewöhnliches, möchte man meinen. Doch die Art und Weise, wie ein westdeutscher Unternehmer sich hier der ostdeutschen Konkurrenz entledigt, steht exemplarisch für unzählige andere Fälle in den neuen Bundesländern.

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