Masche um Masche ein Netz gestrickt

Ein Graffiti-Projekt will in Sachsen-Anhalt die Bildungschancen von benachteiligten Jugendlichen verbessern

  • Von Uwe Kraus
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Bundesweit überlegen Schulen und Behörden, was sie gegen die hohe Zahl von Schulabbrechern tun können. Einen besonderen Weg hat man in Sachsen-Anhalt eingeschlagen. Dort will man mit dem Projekt »Schulerfolg sichern« jungen Leuten durch vielfältige Bildungsangebote bessere Zukunftschancen eröffnen.

Ehrgeizige Ziele verfolgt Enrico Viohls mit seinem Projekt

In der Rottmeisterstraße von Haldensleben wird auch im Sommer 2011 wieder gesprayt. »Unsere Idee war es im Vorjahr, wir gestalten Haldensleben und nutzen die Wand dort als schulformübergreifendes Graffiti-Projekt«, erinnert sich Enrico Viohl (41). Fragt man seine Partner in der Stadt und im Landkreis Börde, nennt man ihn anerkennend »den Kopf vom Ganzen«. So finden sich auch ein Jahr nach dem ersten kritisch beäugten öffentlichen Sprayen die Runde der Mitstreiter wieder zusammen, Vertreter der Stadtjugendpflege, ein Staatsanwalt, der über den Straftatbestand des illegalen Sprayens redet, die Jugendberatungsstelle der Polizei, die Frau vom Sozialen Trainingskurs des Caritasverbandes und der Bäcker an der Ecke.

In Enrico Viohls Büro in der oberen Etage eines Autohauses laufen alle Fäden zusammen, nicht nur fürs Graffiti-Projekt, sondern für alle Aktivitäten die »Schulerfolg sichern«. Der Vater zweier Kinder ist Netzwerkkoordinator und ver...


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