Kleiner Buchladen steht vor dem Ende

Mietvertrag mit dem Betreiber des Karl-Liebknecht-Hauses ist zum 31. Dezember gekündigt

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Der Kleine Buchladen am Donnerstag

Für viele ist der Kleine Buchladen in der Berliner Weydingerstraße ein unerschöpflicher Quell geistigen Nachschubs. Und für manchen schon seit 20 Jahren. So lange gibt es ihn. Doch nun scheinen seine Tage gezählt. Und wenn der Kleine Buchladen sein Domizil nicht eben hier hätte, im Karl-Liebknecht-Haus, der Bundesgeschäftsstelle der Linkspartei, gäbe es ihn vielleicht schon nicht mehr. Denn er zahlt schon seit Monaten keine Miete mehr und konnte bisher auf die Langmut der Betreibergesellschaft des Hauses, die Vulkan GmbH, bauen. Das Geschäft mit dem typischen linken Literaturangebot muss seit Jahren einen kontinuierlichen Umsatzrückgang hinnehmen, der nun eine Schmerzgrenze erreicht zu haben scheint. Die Nöte, die breite Sparten des Buchhandels erfassten, gingen an kleinen, auch an dem Kleinen Buchläden nicht vorbei. Die Kundschaft, häufig mit DDR-Hintergrund, wurde älter und blieb aus, die soziale Misere hat Folgen.

Birgit Hoffmann, di...

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