Versilberte Geschichte

Die Bergbauregion im Erzgebirge will auf die Welterbe-Liste der UNESCO

  • Von Hendrik Lasch, Marienberg
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Die Montanregion im sächsisch-böhmischen Erzgebirge will UNESCO-Welterbe werden. Die Regierung in Dresden war lange skeptisch. Doch weil 33 Bürgermeister und Landräte ihre Spargroschen zusammen- und allen Streit beilegten, scheint der Widerstand zu schwinden.

Der Bergbau prägte das sächsisch-böhmische Erzgebirge über Jahrhunderte hinweg. Auch kommende Generationen sollen von dieser Kulturgeschichte erfahren – der Welterbetitel könnte dazu beitragen.

Damit die Schätze ans Tageslicht kommen, müssen sich zwei Pferde mühen. Sie trotten im Kreis und setzen eine Mechanik in Bewegung, die sich über ihnen im kegelförmigen Dach des Pferdegöpels dreht. Lange müssen sie nicht arbeiten. Der Förderkorb, den sie aus der alten Grube des Rudolphschachts in Lauta bei Marienberg emporziehen, kommt aus nur 20 Metern Tiefe. Die Last wird mit leuchtenden Augen und viel Jubel in Empfang genommen: eine Fuhre Zuckertüten für die Schulanfänger von Marienberg.

»Alles kommt vom Berge her«, lautet eine alte Redewendung im Erzgebirge. Sie wird an diesem Tag für die Schulkinder bildhaft, wenngleich etwas verkürzt in Szene gesetzt: Direkt aus dem Bergwerk fahren die Zutaten für ein süßes Leben herauf. Vor 490 Jahren, als Silberfunde unter anderem im Rudolphschacht Herzog Heinrich den Frommen zur Gründung der Bergstadt Marienberg veranlassten, waren ein paar mehr Arbeitsschritte notwendig: Die Erzbrocken, die unt...

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