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Maschine des Kleinen Prinzen abgestürzt

Berliner »theater 89« sagt nach tödlichem Unglück weitere Aufführungen auf dem Flugplatz Oehna ab

  • Von Gudrun Janicke, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

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Es sollte die fulminante Eröffnungsszene des Theaterstücks »Der Kleine Prinz« nach Antoine de Saint-Exupéry werden: Auf dem Flugplatz Oehna (Teltow-Fläming) war die Landung der Hauptfigur in einer Cessna angekündigt. Doch 400 Menschen warteten am Freitagabend vergebens.

Der 71-jährige Pilot und Leiter einer ortsansässigen Flugschule, der den Part in dem Stück übernommen hatte, stürzte mit seiner einmotorigen Maschine ab. Auch am Montag war die Unglücksursache weiter unklar. Die drei noch geplanten Aufführungen des Stücks sagte das Berliner »theater 89« ab.

Die Wrackteile der Cessna 172 seien mittlerweile am Unglücksort in einer Kiesgrube hinter der Grenze zu Sachsen-Anhalt geborgen worden, erklärte Polizeisprecherin Doreen Wendland. Ein Zeuge habe das Flugzeug beobachtet und bemerkt, wie es sank.

Der Flug dauerte nur gut sechs Minuten, berichtete die Ehefrau des tödlich verunglückten Piloten. Die Musik spielte und das Publikum wartete. »Doch das Flugzeug kam nicht zurück.« Der 71-Jährige war der einzige Insasse der Maschine. Er galt als erfahrener Pilot.

Die Ermittlung der Unglücksursache liegt jetzt bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig. Mit einem Abschlussbericht sei erst in einigen Wochen zu rechnen, hieß es.

Auch Antoine de Saint-Exupéry kam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Während des Zweiten Weltkriegs stürzte der Autor mit einem Militärflugzeug ins Mittelmeer. In seiner Erzählung »Der Kleine Prinz« geht es um einen in der Wüste notgelandeten Flieger, der seine Maschine reparieren muss. Er begegnete dem kleinen Prinzen, der von einem fernen Planeten gekommen ist.

Das »theater 89« ist eine freie Schauspieltruppe, die selten gezeigte Stücke wieder auf die Bühne bringt. Seit 15 Jahren nutzt sie in Brandenburg die Spielstätte bei Jüterbog. Das Jubiläum sollte auf einem richtigen Flugplatz mit echten Piloten und Flugzeugen begangen werden.

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