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Landkonflikt in Honduras spitzt sich zu

Regierung entsendet 600 Soldaten und Polizisten in den Norden

  • Von Harald Neuber
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit dem Putsch gegen Präsident Manuel Zelaya im Juni 2009 nimmt die offene Repression in Honduras zu. Auch die Wiederaufnahme des Landes in die Organisation Amerikanischer Staaten im Juni 2011 hat nichts daran geändert, dass Paramilitärs unbehelligt ihr Unwesen treiben können.

Für das honduranische Menschenrechtskomitee ist die Sachlage klar: Im Aguán-Tal treibt eine von Großgrundbesitzern finanzierte Todesschwadron ihr Unwesen. Geleitet werde sie von früheren Militärs. Alleine in den vergangenen zwei Wochen sind bei Landkonflikten mindestens 14 Personen ums Leben gekommen.

Die inzwischen von der Organisation Amerikanischer Staaten anerkannte Regierung unter Führung des rechtsgerichteten Staatschefs Porfirio Lobo hat einen anderen Blick auf den Konflikt in der Krisenregion Bajo Aguán im Norden des mittelamerikanischen Landes. 600 Soldaten und Polizisten wurden dorthin verlegt, um für Ruhe zu sorgen. Beobachter bezweifeln, dass die Truppe den Konflikt lösen wird. Schon in der Vergangenheit hatten Menschenrechtsgruppen eine enge Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Sicherheitskräften und privaten Milizen von Großgrundbesitzern beklagt.

Für Aufsehen sorgte zuletzt vor allem der Mord an Pedro Salgado, Vizepräsi...


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