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Reminiszenz und Ausblick

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wer seine Fantasie gern an abstrakter Skulptur entzündet, sie darin spazieren gehen lässt, der wird in einer Ausstellung des Georg-Kolbe-Museums auf seine Kosten kommen. Sie heißt schlicht »Abstrakt////Skulptur« und zeigt, von Marc Wellmann sinnreich zusammengestellt, ein oder mehrere Werke von 22 Künstlern der jüngeren Generation, alle zwischen ihren 30ern und 50ern, fast alle derzeit in Deutschland, überwiegend Berlin, lebend. Was sie bei Kolbe, im Atelier wie im Garten, präsentieren, entstand im letzten Dezennium und ist mehr oder weniger klar erkennbare Antwort auf die Entwicklungen der abstrakten Skulptur während des letzten Jahrhunderts, nie aber bloßes Zitat, oft Spiel mit Form, Material, Erwartung des Betrachters, bisweilen skurrile Irreführung oder sanfte Provokation.

Als wollte sie Origami, Japans Kunst des Papierfaltens, in ein anderes Medium transponieren, nietet Katja Strunz sichtbar Metallbleche zu einer vierteiligen F...


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