Gemeinsam zum arktischen Öl

Rosneft und ExxonMobil unterzeichneten Abkommen zu strategischer Partnerschaft

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eigentlich war eine Zusammenarbeit mit dem britischen Energiekonzern BP in der Arktis geplant. Doch für gemeinsame Ölprojekte wählte der russische Staatskonzern Rosneft jetzt ExxonMobil aus den USA als strategischen Partner.

Es sind Summen, die das Vorstellungsvermögen eines Normalverbrauchers um ein Vielfaches übersteigen: Bis zu 300 Milliarden US-Dollar wollen Rosneft, Russlands größter Ölförderer, und der US-amerikanische Ölmulti ExxonMobil in die gemeinsame Erschließung und Ausbeutug von Vorkommen investieren. So jedenfalls sieht es ein Abkommen zur strategischen Kooperation vor, das beide Dienstagabend im russischen Schwarzmeerkurort Sotschi unterzeichneten, wo derzeit auch Präsident Dmitri Medwedjew Urlaub macht.

Das Abkommen, von dem sich der für Energie zuständige Vizepremier Igor Setschin einen wirtschaftlichen Nutzeffekt von bis zu 500 Milliarden US-Dollar verspricht, sieht unter anderem vor, dass ExxonMobil 33,3 Prozent der Anteile an einem Joint Venture in der russischen Karasee übernimmt, die Teil des nördlichen Eismeeres ist. 66,7 Prozent der Anteile wird Rosneft kontrollieren.

Ähnliche Mehrheitsverhältnisse sind für ein weiteres Gemein...


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