Katastrophen eingeplant

  • Von Sabine Wils
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Die Europaabgeordnete gehört zur Delegation der LINKEN in der GUE/NGLFraktion und ist Mitglied im im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Nach einer Havarie auf der Shell-Plattform Gannet Alpha im August vor der schottischen Küste verursachten Hunderte Tonnen Erdöl einen etwa 26 Quadratkilometer großen Ölteppich in der Nordsee. Tagelang war der Betreiber außerstande, die Lecks zu schließen. Wie bei der Ölkatastrophe im vergangenen Jahr vor der amerikanischen Küste sind die zuständigen Behörden schlecht informiert. Shell allein kennt das Ausmaß des Unfalls.

Obwohl in nur 100 Meter Tiefe gebohrt wurde, stellte der Unfall Shell vor massive Probleme. Nun planen die großen Erdölkonzerne sogar Ölbohrungen in Tiefen von über 1500 Metern. Doch je tiefer gebohrt wird, desto größer und unbeherrschbarer sind die Havarierisiken.

In der Nordsee und im Nordatlantik ereignen sich jährlich etwa 450 Unfälle, mit steigender Tendenz. Genaue Zahlen gibt es nicht, da die Betreiber nicht jeden Unfall melden müssen. Ein Grund für die große Anzahl an Unfällen ist die teils veraltete Techn...


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