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Die Alternative

Lothar Biskys Interview, Shakespeares Mörder und ein Virus

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

In der vorigen Woche gab Lothar Bisky, 70, dem Berliner »Tagesspiegel« ein Interview, wider »ältere Damen und Herren«. Er meint dies »in Bezug auf Spitzenfunktionen« in der Linkspartei. Die Älteren sollten »den Hut nehmen«, sonst drohe ein »Recyclingprogramm bis zur Peinlichkeit« – schließlich sei man »1989 angetreten, um die alten Säcke aus dem Politbüro zu vertreiben. Haben wir das schon vergessen?«

Gemach, alter Mann, wird mancher Ältere sagen. Aber eines stimmt schon: Das wahrlich alte Problem ist ein ewig junges. Die Räume sind verstellt von Uhren. Aber wann eines Hochfunktionärs Zeit abgelaufen ist, das zeigen sie leider nicht – schon gar nicht dem, den es betrifft. In dessen Inneren müsste es rechtzeitig ticken. Bei den meisten aber tickt es nicht richtig – Geschichte und Kunst öffnen ihre bestätigenden Archive. Könige klebten am Thron, bis Shakespeare seine witzigen Mörder schickte. Generalsekretäre vergreisten im Amt, bis ...


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