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Friedensbewegung: Mehr als harmlose Kampfjet-Fotos

Stadtmuseum Schleswig stellt Aufnahmen von Luft- und Zielaufklärung aus

  • Von Dieter Hanisch, Schleswig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eine Fotoausstellung in Schleswig sorgt für Kritik: Die Aufklärungsfotos der Bundeswehr in Afghanistan sind ausgestellt. Die Friedensbewegung findet das zynisch und nennt die Befriedung der Region »Mission Impossible«.

Angriffsziel? Ein Gehöft in der Provinz Helmland

Das Stadtmuseum in Schleswig zeigt im besten Glanzlicht die Fotoausstellung »Adleraugen über Afghanistan« – Bilder, entstanden aus den Luftbildkameras der deutschen Tornados des Aufklärungsgeschwaders 51 »Immelmann« (benannt nach dem Erst-Weltkriegs-Kampfflieger Max Immelmann), stationiert in Jagel nahe Schleswig. Der Zusammenarbeitsausschuss (ZAA) der Friedensbewegung Schleswig-Holstein nennt es »zynisch, Luftaufnahmen, die zur späteren zielgenauen Bombardierung« dienten, zum Gegenstand einer öffentlichen Zurschaustellung zu machen. Anlässlich des Antikriegstages lud der ZAA daher Jürgen Rose aus München ein, der sich als Oberstleutnant der Luftwaffe einem Afghanistaneinsatz widersetzte und daraufhin vor zwei Jahren von der Bundeswehr suspendiert wurde.

Gästeeinträge im Begleitbuch zur Ausstellung schwanken zwischen zwei Bewertungen: Die einen finden die Fotos ästhetisch sehr gelungen und preisen den geradezu künstlerischen Wert – ...


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