Biogas ist kein Heilsbringer

NABU-Studie in Schleswig-Holstein belegt unerwünschte Nebenwirkungen

  • Von Dieter Hanisch, Kiel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Vom Landwirt zum Energiewirt – Agrarwirtschaft im Wandel: Statt Kühe füttern immer mehr Bauern Biogasanlagen. Der NABU in Schleswig-Holstein spricht in diesem Zusammenhang lieber von Agrogasanlagen, weil das Etikett »Bio« eigentlich positiv besetzt sei und die bäuerliche Entwicklung in Sachen Biomasse der Ökobilanz zunehmend Schaden zufüge, besonders zu sehen beim einseitigen Maisanbau.

Was für den Geldbeutel lukrativ sein mag, nämlich der Abschied von Rinderstall und Weideflächen zugunsten der Biogaserzeugung, birgt Risiken und Nebenwirkungen für die Umwelt. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer jetzt vom Naturschutzbund (NABU) Schleswig-Holstein vorgestellten Studie. Darin wurden insbesondere Auswirkungen auf die Böden, das Wasser, die Tier- und Pflanzenvielfalt vor Ort und die Fernwirkungen durch Agrarimporte analysiert.

Im Zuge der Energiewende tut sich mit der Stromerzeugung aus Biogas ein neues Feld auf. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten Landwirte je nach Anlagengröße bis zu zwölf Cent für die Kilowattstunde Strom. Die Errichtung solcher Anlagen, von denen sich knapp ein Drittel der bundesweit über 6000 in Bayern befinden, wird ebenfalls subventionier...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.