Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Burschenschaft – völkisch ohne Schamgefühl

Im Entwurf des neuen Strategieprogramms formulieren Ultrarechte die grenzüberschreitenden Ansprüche der »Volksdeutschen«

  • Von Jörg Kronauer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zwei Flügel kämpfen in den Deutschen Burschenschaften um Vorherrschaft. Mit einem neuen Strategieprogramm könnte nächstes Jahr die Entscheidung fallen. Was bisher zu lesen ist, trägt die völkischen Züge der Ultrarechten.

Kultisch oder völkisch?

Mit einem neuen »Strategieprogramm« wollen ultrarechte Kräfte den Flügelkampf in der Deutschen Burschenschaft (DB) für sich entscheiden. Das Programm, das dem ND in einer Entwurfsfassung vorliegt, soll beim »Burschentag« 2012 verabschiedet werden und erklärtermaßen als »Basis« für künftige politische Aktivitäten der DB dienen. Die DB ist ein Dachverband von rund 110 studentischen Burschenschaften in Deutschland und Österreich mit knapp 10 000 Mitgliedern, darunter NPD-Politiker, aber auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl. Der Entwurf für das »Strategieprogramm« trägt stark völkische Züge und erklärt den »multikulturellen Staat« für »tot«.

Hintergrund des Papiers ist der seit Jahrzehnten andauernde Kampf zwischen einem konservativen und einem ultrarechten Flügel, wobei letzterer teils NPD-nahe Positionen vertritt. Im Sommer kam es zu einem Skandal, a...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.