Ottokar und der KGB

Das Kinderzentrum im Berliner Heine-Viertel begeht seinen 20. Geburtstag

  • Von Rainer Funke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Gleich erkennbar – das Zentrum Ottokar

Man nannte den ewig zwölfjährigen Ottokar ein Früchtchen, einen braven Schüler, einen Weltverbesserer, einen Philosophen, einen Fernsehstar und anderes mehr. Seine Weisheiten und Streiche füllten Bücher. Schließlich war man von seiner Persönlichkeit allseits derart angetan, dass man nach ihm ein Kinderzentrum im Heinrich-Heine-Viertel benannte. Und das ist am heutigen Samstag 20 Jahre her.

Ottokars vor vier Jahren verstorbener literarischer Vater, der Schriftsteller Otto Häuser, förderte das Projekt, wo er konnte. Für ihn wuchs hier eine weitere und mitten im Praktisch-Alltäglichen angesiedelte Lebensart seines Zöglings heran. Denn am Anfang standen zunächst erst einmal die Mühen von Eltern aus dem Kiez, etwas für ihre Sprösslinge zu tun – die staatliche Fürsorge hatte infolge der Umbrüche deutlich nachgelassen.

Bis in unsere Tage wandelte sich das Umfeld zu einem sozialen Brennpunkt. Reichlich 95 Prozent der 150 Mädchen und Jungen...

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