Amore, Furore!

»Aus dem Leben eines Taugenichts« im Theater an der Parkaue

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Das Leben in vollen Zügen

Einen Kracher mit dem Zeug zum Kultstück brachte das Junge Staatstheater Berlin mit der ersten Premiere der neuen Spielzeit heraus. Furios inszenierte Regisseur Albrecht Hirche »Aus dem Leben eines Taugenichts« für Jugendliche ab 15 Jahren mit fünf Schauspielern. Er traf damit den Nerv des Publikums. Jünger kann das 1826 erstmals veröffentlichte Werk Joseph von Eichendorffs nicht wirken. Hirches Taugenichts sieht aus, als wohne er in Berlin an der nächsten Ecke. Es ist der »Ihr könnt mich alle mal mit eurem bürgerlichen Scheiß«-Typ. Da fehlen bloß noch die vierbeinigen Begleiter.

Rausgeschmissen wird der Widerspenstige von seinem Vater. Der kann es nicht länger mit ansehen, dass der Junge den ganzen Tag hinterm Ofen herumliegt. »Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt...«, wird am Heimatort gefühllos wie ahnungslos gern gesungen. Mag des Vaters Handeln zunächst hart und herzlos wirken, es erweist sich a...


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