Morales' Problem mit der Straße

Bolivianische Tieflandindianer setzen Protestmarsch fort

  • Von Benjamin Beutler
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das umstrittene Straßenbauprojekt durch den Nationalpark TIPNIS beschäftigt Boliviens Regierung weiterhin und überschattet die in zwei Wochen bevorstehenden Wahlen zum Obersten Gericht.

In Bolivien macht der Protestmarsch gegen den Straßenbau durch das Schutzgebiet »Indigenes Territorium Nationalpark Isiboro Sécure« (TIPNIS) weiter Schlagzeilen. Mehr als eine Woche nach der polizeilichen Auflösung ihres Zeltlagers und zwangsweisen Heimreise haben sich rund 600 Straßenbaugegner nahe der Nationalstraße 3 neu formiert. »Wir werden den Fußmarsch fortsetzen und nach La Paz kommen«, erklärte am Montag Fernando Vargas, in Palos Blancos, einer kleinen Ortschaft 230 Kilometer nordöstlich der Anden-Hauptstadt. Der Pressesprecher der Demonstrierenden verkündete: »Unsere Forderung gegen die Straße bleibt, es gibt seitens der Regierung keine Garantien für den Verzicht ihres Baus«. Vargas gehört zu den indigenen Bewohnern des 1,2-Millionen-Hektar-Schutzgebietes.

Zwecks »tiefgehender Aufklärung« und »Bestrafung der verantwortlichen Befehlsgeber« der Polizeiaktion hatte Präsident Evo Morales vergangene Woche eine Untersuchungsko...


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