Warnstreik bei Airbus

Beschäftigte fordern »Zukunftstarifvertrag« / Unternehmen will Produktivität steigern

  • Von Hermannus Pfeiffer, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Verhandlungen über die Zukunft der Arbeitsplätze in Deutschland beim weltgrößten Flugzeugbauer Airbus sind trotz voller Auftragsbücher gescheitert. Jetzt stehen die Zeichen auf Streik.

Die IG Metall hat die mehr als 16 000 deutschen Airbus-Beschäftigten für heute zu Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen finden an den vier Standorten Bremen, Buxtehude, Hamburg und Stade statt. »Am Verhandlungstisch kommen wir nicht weiter«, sagt Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. »Die Beschäftigten werden deshalb ein Zeichen setzen.«

Am Mittwoch waren die Verhandlungen zwischen IG Metall, Betriebsrat und Geschäftsführung erneut ergebnislos abgebrochen worden. Gestritten wird um einen »Zukunftstarifvertrag 2020«, den der Betriebsrat der Airbus-Spitze um Thomas Enders bereits 2010 vorlegte. Damit sollen betriebsbedingte Kündigungen bis 2020 ausgeschlossen werden; im Gegenzug will sich die Belegschaft an den Veränderungsprozessen im Unternehmen »konstruktiv beteiligen«, heißt es im Entwurf, der dem »nd« vorliegt.

Ende September »eskalierte die Auseinandersetzung«, so IG-Metall-Verhandlungsfüh...


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