Das Wunder von Burghausen

Manche bayerische Gemeinde hat Geld übrig

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Im oberbayerischen Burghausen haben sie es geschafft, auch in Grünwald - zwei von rund 140 Kommunen in Bayern mit ausgeglichenem Haushalt. Sie bilden freilich die Minderheit, rein rechnerisch kommen auf jeden bayerischen Bürger 1000 Euro an öffentlichen Schulden, was die kommunalen Finanzen betrifft.

Elf Milliarden Euro verbuchten Ende 2010 die rund 2000 Kommunen im Freistaat insgesamt an genommenen Krediten. Diese Schulden wurzeln in steigenden und zusätzlichen Sozialkosten, die den Gemeinden vom Bund aufgebürdet wurden und im Rückgang von Steuereinnahmen. Diese sanken im Krisenjahr 2009 um 1,2 Milliarden auf rund zwölf Milliarden Euro. Dennoch gibt es in Bayern eine ganze Reihe an Städten und Dörfern, die einen schuldenfreien Haushalt vorlegen können. Oder sogar Überschüsse erzielen und an die Bürger weitergeben. Die großen Städte sind freilich nicht darunter.

Beispiel Burghausen im Landkreis Altötting. Die Stadt mit ihren 18 000 Einwohnern hat derzeit einen Schuldenstand von 2,2 Millionen Euro, Ende 2009 waren es noch 3,3 Millionen. »Das ist aber nur pro forma«, sagt Christa Seemann, zweite Bürgermeisterin von Burghausen, »das sind rentierliche Schulden«.

Rentierlich heißt, dass die Zinsen so niedrig sind, dass es fast...


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