Die Zukunft des Buches

Fritz Rudolf Fries über Zaubercomputer und das Kerzenlicht

Fritz Rudolf Fries, 1935 geboren, einer der namhaftesten Autoren der DDR, schrieb rund 20 Bücher und übersetzt aus dem Spanischen.

Hat das gedruckte, in die Hand zu nehmende Buch überhaupt noch eine Gegenwart, geschweige denn eine Zukunft? Von Buchmesse zu Buchmesse sind die Schwarzseher zur Stelle und tragen das gute alte Buch zu Grabe. Von Messe zu Messe aber melden die Verleger eine (leicht) steigende Produktion und übertrumpfen einander mit ihren Verkaufszahlen. Reisende Autoren lesen vor einer andächtigen Gemeinde, und sie lesen aus Büchern, die noch immer dem Erfinder des Buchdrucks, dem heiligen Gutenberg, ihre Existenz verdanken.

Und doch...! Leser wie Schriftsteller bedienen sich heute einer Reihe wunderbarer Gerätschaften, die sich in einer teuflischen Inzucht von Saison zu Saison vermehren, dass es einem graut - so man aus dem Alter experimentierfreudiger Jugend heraus ist.

Wie dem Besitzer von Aladins Wunderlampe entsteht bei kleinster Berührung vor uns der Kosmos einer unendlichen Bibliothek, entstehen die wundersamsten Landschaften und Gesicht...


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