Jaroslaw Kaczynski braucht Krach

In der Endphase des Wahlkampfes »profilierte« sich der Oppositionsführer als Außenpolitiker

  • Von Julian Bartosz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im Wahlkampf, insbesondere aber in seinem jüngsten Buch »Das Polen unserer Träume«, erregte der PiS-Vorsitzende Jaroslaw Kaczynski mit Äußerungen zur Außenpolitik erhebliches Aufsehen.

»Wir Polen sind ein großes und ein stolzes Volk und lassen uns von niemandem einschüchtern.« – PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski weiß, wie er zu seinen Landsleuten reden muss, die laut Umfrage-Institut CBOS zu 75 Prozent »eine Regierung mit harter Hand« haben wollen. Als Regierungschef werde er als erstes die »weiße Fahne«, die Donald Tusk gegenüber dem Westen wie dem Osten gehisst haben soll, einholen lassen.
Diese im Wahlkampf immer wieder geäußerte Ankündigung wirft die Frage auf, inwieweit die polnische Außenpolitik im Falle eines Sieges der Partei Recht und Gerechtigkeit noch berechenbar wäre. Aus Dokumenten der Warschauer USA-Botschaft (dank Wikileaks bekannt) geht hervor, dass es in den Jahren 2005 bis 2007, als die Brüder Kaczynski an der Weichsel regierten und Anna Fotyga Außenminist...

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.