Krieg. Holocaust. Gedenken

Minsker Ausstellung im Deutsch-Russischen Museum Karlshorst

  • Von Ariane Mann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Jüdische Zwangsarbeiter in Mogilew

Larissa Kaplan wurde nur fünf Jahre alt. Das 1937 in Minsk geborene Mädchen musste wie alle jüdischen Einwohner der weißrussischen Hauptstadt vier Wochen nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 mit ihrer Familie in ein Ghetto ziehen. In den knapp 300 vorwiegend alten ein- bis zweistöckigen Holzhäusern werden bis zu 60 000 Kinder, Frauen und Männer untergebracht. Im November beginnen SS-Einheiten die Einwohner des überfüllten Minsker Ghettos zu erschießen. Zu ihnen gehört auch Larissas Großmutter Tauba Aig. 1942, werden auch Larissa und ihre Mutter hier ermordet. 65 Jahre nach dessen Auflösung im Oktober 1943 hat das Weißrussische Staatliche Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945 in Minsk die Ausstellung »Krieg. Holocaust. Gedenken« erarbeitet und zeigt sie nun in einer Sonderausstellung des Deutsch-Russischen Museums in Karlshorst.

Sie dokumentiert nicht nur das Leben und Sterben ...


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